Die Erfüllung & Salbung mit dem Heiligen Geist

Die Erfüllung und die Salbung mit dem Heiligen Geist
Dr. W. A. Criswell
Sacharja 4,1-6
25.10.1981
 

In unserer Serie über die großen Lehren der Bibel sind wir nun im Bereich der Pneumatologie angelangt, der Lehre über den Heiligen Geist. Öffnen Sie Ihre Bibeln in Sacharja, Kapitel 4, Verse 6 und 11 bis 14:
Und er antwortete und sprach zu mir: Das ist das Wort des HERRN an Serubbabel: Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth….
Und ich hob an und sprach zu ihm: Was sind die zwei Ölbäume zur Rechten und zur Linken des Leuchters? 12 Und ich sprach weiter zu ihm: Was sind die beiden Zweige der Ölbäume bei den zwei goldenen Röhren, aus denen das goldene Öl herabfließt? 13 Und er sprach zu mir: Weißt du nicht, was sie sind? Ich aber sprach: Nein, mein Herr. 14 Und er sprach: Es sind die zwei Gesalbten, die vor dem Herrscher aller Lande stehen.

Das Thema der Predigt lautet: Die Erfüllung und die Salbung mit dem Heiligen Geist. „Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.“ Und die Salbung mit dem Heiligen Geist: „Es sind die zwei Gesalbten, die vor dem Herrscher aller Lande stehen.“
Israel ist ein Land des Olivenbaumes. Man sieht ihn überall. Wenn Sie nach Gethsemane gehen, wo unser Herr im Todeskampf betete, vor dem Kreuz, wird man Ihnen einen Olivenhain zeigen. Man sagt, diese Bäume waren dort an dem Tag, als Jesus unter ihnen kniete und betete. Wenn Touristen nach Israel gehen, kommen sie meistens mit einem Souvenir zurück, zum Beispiel einer Bibel, und der Deckel ist oft aus Olivenholz gefertigt. Oder man bringt kleine Figuren, aus Olivenholz geschnitzt, mit. Oliven, Olivenprodukte oder Olivenholz werden allgemein im täglichen Leben der Menschen eingesetzt: für die Medizin, für die Nahrung. Und vor Gott, dem Herrn, Jehova, war es ein Teil der Opfergabe für die Anbetung Gottes.
In unserem Text, der zu den schönsten und bedeutungsvollsten Visionen in der Bibel gehört, – in unserem Text bezieht sich die Vision historisch natürlich auf Jeschua, den Hohepriester, und auf Serubbabel, den Statthalter des Landes, während sie den Tempel und das Leben der Nation wieder aufbauen. Prophetisch schildert sie im Voraus die beiden großen Zeugen Gottes im Herzen der Trübsalszeit. In der Offenbarung, Kapitel 11 lesen wir:
Und ich will meinen zwei Zeugen Macht geben, und sie sollen weissagen tausendzweihundertundsechzig Tage lang, angetan mit Trauerkleidern. 4 Diese sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen (11,3-4).

Und nach drei Tagen und einem halben fuhr in sie der Geist des Lebens von Gott, und sie stellten sich auf ihre Füße; und eine große Furcht fiel auf die, die sie sahen. 12 Und sie hörten eine große Stimme vom Himmel zu ihnen sagen: Steigt herauf! Und sie stiegen auf in den Himmel in einer Wolke, und es sahen sie ihre Feinde (11,11-12).

Prophetisch sind die zwei Ölbäume die zwei Zeugen in den letzten Tagen vor der Vollendung des Zeitalters. Zeichenhaft und symbolisch weisen die Olivenbäume und der goldene Leuchter (mit seinen Öllampen von sieben Lichtern, die vor Gott brennen) auf die Abhängigkeit der Menschen Gottes von der sich bewegenden Dynamik und Energie und Erfüllung des Heiligen Geistes des Herrn: „Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth“ (Sach 4,6). Es ist ein Hinweis auf eine Veränderung der Mitte: vom Menschen zu Gott, von der Erde zum Himmel.
Die Bibel illustriert das und aus der unzähligen Anzahl von Illustrationen wähle ich eine. Als Gideon seinen Aufruf an Israel machte, damit sie sich für die Freiheit gegen die erdrückende Macht der Midianiter erheben, gab es 32.000, die seinem Aufruf folgten. Und Gott sah die Armee an und sagte: „Gideon, es sind zu viele. Sage denen, die Angst haben, dass sie nach Hause zurückzukehren.“
Und 22.000 ging zurück nach Hause. Gott sah die 10.000, die übriggeblieben waren, und sagte: „Wer mit seiner Zunge Wasser leckt, wie ein Hund leckt, den stelle besonders; ebenso, wer niederkniet, um zu trinken. 6 Da war die Zahl derer, die geleckt hatten, dreihundert Mann. Alles übrige Volk hatte kniend getrunken aus der Hand zum Mund. Und der HERR sprach zu Gideon: Durch die dreihundert Mann, die geleckt haben, will ich euch erretten und die Midianiter in deine Hände geben; aber alles übrige Volk lass gehen an seinen Ort (Ri 7,5-7). 300 genügen, sagte Gott, damit der Sieg dem Herrn gehört und nicht Menschen: „Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der Herr“ (Sach 4,6).

Was Flügel für einen Vogel sind, was Füße für einen Hirschen sind, was der Atem für den Körper ist, was ein Motor für ein Auto ist, das ist der Heilige Geist für das Volk des Herrn in der Arbeit für unseren gesegneten Erlöser. Daher ist eine der Erfüllungen dieser wunderbaren Vision von den zwei Ölbäumen, die das goldene Öl in den siebenarmigen Leuchter gießen, die Erfüllung in der Ausgießung des Heiligen Geistes zu Pfingsten. Sie ist in unserer Zeit und in unserer Generation zu finden, in der Fülle der Gegenwart Jesu in unseren Herzen, in unseren Häusern, in unseren Leben, auf unserer Arbeit und in der Versammlung der Familie Gottes in der Gemeinde.
Haben Sie bemerkt in der Ausgießung des goldenen Öls, des Geistes Gottes: die Ausgießung ist unerschöpflich, sie ist unermesslich, sie ist unendlich (Apg 2,1-21). Das Öl strömt aus den Olivenbäumen in den goldenen Leuchter. So ist das Ausgießen des Geistes Gottes in unserer Generation, in dieser Evangeliumszeit: es ist unerschöpflich. Wie der Herr es in Johannes 3,34 bezeugt hat: „Gott gibt den Geist ohne Maß.“ Es gibt kein Ende, sie ist absolut unerschöpflich: die Macht und Gegenwart des Heiligen Geistes in unserer Arbeit und in unserem Leben.
Und das ist so wegen einer anderen Sache. Sie ist kontinuierlich. Sie ist immer präsent. Jene zwei großen Olivenbäume gießen in einem endlosen Strom ihr goldenes Öl in die Lampen, die mit Gottes Licht die Welt erleuchten (Sach 4,11-12). Es ist konstant. Es ist unendlich. Es ist ununterbrochen. Es fließt und fließt für immer. Wie es unser Herr sagte in Johannes 14,16: „Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen andern Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit.“
Unsere Schwierigkeit liegt nicht in Gott. Unsere Schwäche und Ohnmacht sind nicht in ihm. Sie sind in uns. Es ist wegen unserer fehlenden Hingabe, dass wir stolpern und in Dunkelheit sind und in unseren Bemühungen geschwächt werden. Aber der Heilige Geist Gottes ist nicht zu messen. Er ist unerschöpflich. Wenn ich nur mich selbst leeren kann, damit Gott mich gebraucht, gibt es keine Begrenzung für die Kraft Gottes. „Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der Herr.“ Wie sehr sollten wir daher hingegeben und gebrochen sein!
Es gibt kaum eine ergreifendere Geschichte in der Bibel als die, in der Jakob bei Pnuel die ganze Nacht lang mit dem Engel ringt. Jakob bedeutet „Verführer“. Es bedeutet „Verdränger“. Es bedeutet „Betrüger“. Als er geboren wurde, hielt er die Ferse seines älteren Bruders, Esau, fest (1 Mos 25,25 -26). Und der Engel rang mit Jakob die ganze Nacht – stur, eigensinnig, ehrgeizig. Und als der Engel ihn nicht überwältigen konnte, streckte er seine Hand aus und berührte seinen Oberschenkel und brach ihn, brach ihn. Und danach hinkte Jakob, wenn er ging. Er ging mit einem beschädigten Oberschenkel. Als Jakob ein gebrochener Mann war, veränderte Gott seinen Namen. Er war nicht mehr Jakob: Betrüger, Verdränger, ehrgeizig, eigenwillig, sondern gebrochen. Gott sagte: „Dein Name soll Israel sein, der Fürst Gottes“ (1 Mos 32,24-31).
Der Heilige Geist des Herrn ist ohne Maß. Er ist unerschöpflich. Auf uns ausgegossen in dieser Evangeliumszeit und in diesem Zeitalter, liegt unser Stolpern in unserem Eigenwillen und in der fehlenden Hingabe und Selbstaufgabe. Und sehen Sie nun auf das Wunder der Ausgießung des Geistes Gottes. Oh, schauen Sie, wie es die Jünger verändert hat. Ein paar Tage davor haben sie miteinander gestritten, selbstsüchtig. Selbst bei der Einsetzung der Feier des Abendmahls im Abendmahlssaal stritten die Jünger untereinander, wer der Größte im Königreich des Himmels sein würde (Lk 22,24). Der Streit entstand natürlich über die Sitzordnung um den Herrn herum. Wer sollte zu seiner Rechten sitzen? Wer sollte zu seiner linken Hand sitzen und wer würde nah bei ihm sein?
Nach der Erfüllung, nach der die Ausgießung des Geistes Gottes, sind sie neue Männer. Wir lesen nichts mehr von ihren Streitereien, ihrer egoistischen, ehrgeizigen Selbstsucht. Sie sind nicht mehr Zweifler wie Thomas. Und sie haben keine Angst, wie Simon Petrus zuvor, vor einem kleinen Mädchen eingeschüchtert, fluchte und schwor und sagte: „Ich habe ihn noch nie gesehen“ (Mt 26,71-74). Sie sind mutig und furchtlos, achten es für eine Freude, ihr Leben für den Herrn hinzulegen. Das ist der Geist Gottes!
Haben Sie die Wirkung auf die bemerkt, die außerhalb der Gemeinde sind, die Buße tun und umkehren? Sie weinen und sagen: „Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir tun? Was muss ich tun, um gerettet zu werden?“ Gibt es einen Weg in den Himmel für mich? Gibt es einen Segen Gottes für mich? – An jenem Tag wurden dreitausend Menschen zur Gemeinde hinzugefügt (Apg 2,37-41). In Kapitel 4 sind es fünftausend (Apg 4,4). Dann gibt es eine große Anzahl von Priestern (Apg 6,7). Und dann sind die Massen so groß, dass Lukas nicht einmal versucht, sie noch zu zählen (Apg 4,32): die Wirkung der Ausgießung des Heiligen Geistes.
Und haben Sie die Wirkung auf die Versammlung der Heiligen Gottes bemerkt? Sie finden die Beschreibung des Ergebnisses dieses Pfingsttages in den letzten Versen des zweiten Kapitels der Apostelgeschichte: sie sind täglich zusammen, brechen das Brot von Haus zu Haus; bleiben unbeirrt weiter in der Lehre, der Unterweisung der Apostel; lieben einander; jubeln und loben Gott, jeden Tag (Apg 2,42.46-47). Sie nennen es koinonia: eine innige Gemeinschaft, ein frohlocken in dem gesegneten Jesus. O Herr, wo der Geist Gottes ist, dort ist Liebe, Friede und Freude und Geduld und Bruderliebe; die Anwesenheit des Heiligen Geistes bewegt die Versammlung des Volkes Gottes.
Wenn du unter einer Belastung niedergebeugt bist, wenn du mit unerträglichen Versuchungen konfrontiert wirst und es sieht so dunkel aus, warte einfach auf den Herrn. Er lebt. „Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der Herr.“ Heute stehen wir vor der himmlischsten und hellsten Zukunft überhaupt, die diese Erde kennt. O Herr, der Segen, der Effekt der Ausgießung, der Füllung des Geistes Gottes!

 Haben Sie bemerkt, in unserem Text gibt es noch diese andere Sache: die Salbung mit dem Heiligen Geist?
Und ich hob an und sprach zu ihm: Was sind die zwei Ölbäume zur Rechten und zur Linken des Leuchters? 12 Und ich sprach weiter zu ihm: Was sind die beiden Zweige der Ölbäume bei den zwei goldenen Röhren, aus denen das goldene Öl herabfließt? 13 Und er sprach zu mir: Weißt du nicht, was sie sind? Ich aber sprach: Nein, mein Herr. 14 Und er sprach: Es sind die zwei Gesalbten, die vor dem Herrscher aller Lande stehen.

Es gibt nicht nur eine Ausgießung des Geistes Gottes, eine Erfüllung mit dem Heiligen Geist, sondern es gibt auch eine Salbung mit dem Geist Gottes für eine besondere Aufgabe, eine Berufung für ein spezielles Werk. In diesem Fall spricht der Prophet natürlich über Jeschua, den Hohepriester, und über Serubbabel, den Statthalter des Landes. Aber die Salbung des Heiligen Geistes für eine spezielle Aufgabe ist in der gesamten Heiligen Schrift zu finden.
Die Priester wurden gesalbt. Sie wurden abgesondert. Sie wurden für ihren Dienst der Vermittlung und Fürsprache geweiht. Der König wurde gesalbt, um Herrscher über das Volk Gottes zu sein. Saul wurde gesalbt. David wurde gesalbt. Samuel wurde gesalbt. Und der Prophet Gottes wurde gesalbt, abgesondert von dem Geist Gottes zu dem Werk, zu dem der Herr ihn berief. Im 19. Kapitel des 1. Buches Könige beauftragt Gott Elia, Elisa zum Propheten an seiner Stelle zu salben (1 Kön 19,16). Und in Jesaja 61 spricht Jesaja über seine eigene Berufung zum Propheten: „Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen“ (Jes 61,1-3).
So ist es auch im Neuen Testament: Es gibt die Salbung des Heiligen Geistes für ein besonderes Werk. Wir finden es treffend im Leben unseres Herrn dargestellt. Jesus wurde für das besondere Werk, für das er in die Welt kam, gesalbt (Apg 4,27). Er wurde bei seiner Taufe gesalbt. Als er aus dem Wasser des Jordan hervorkam, kam der Heilige Geist über ihn und salbte ihn (Mt 3,16). Er wurde mit dem Heiligen Geist von seiner Geburt an erfüllt. Er war ein heiliges Kind. Die Bibel bezeichnet ihn als das heilige Kind, Jesus. Es gab nie eine Sünde in seiner Kindheit oder in seiner Jugend oder in seinem jungen Mannesalter. Er war heilig von dem Schoß seiner Mutter an. Er war mit dem Geist Gottes erfüllt.
Aber bei seiner Taufe im Jordan, als der Heilige Geist über ihn kam, wurde er für seinen Dienst gesalbt. Er wurde als König gesalbt. Er begann seinen messianischen Dienst als er etwa dreißig Jahre alt war mit seiner Salbung im Jordan. Und er gab sich als der König von einem neuen und wunderbaren Reich zu erkennen. Jesus ist ein König. Er ist ein gesalbter König. Und als er gekreuzigt wurde, schrieb Pontius Pilatus eine Überschrift über dem Kopf seines Kreuzes: „Das ist Jesus, der König“ (Joh 19,19). Er starb als ein König. Er regiert als König im Himmel. Und eines Tages wird er zum König der ganzen Schöpfung Gottes werden. Er ist ein gesalbter König.
Er ist ein gesalbter Priester. Bei seiner Taufe, als der Geist Gottes über ihn kam, wurde er als Priester geweiht und bestellt. Wie der Hebräerbrief sagt: „Jesus, der ein Hohepriester geworden ist in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.“ Nicht nach der Ordnung Aarons, des levitischen Priestertums, sondern nach der Ordnung Melchisedeks (Hebr 6,20): „Er ist ohne Vater, ohne Mutter, ohne Stammbaum, und hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens. So gleicht er dem Sohn Gottes und bleibt Priester in Ewigkeit“ (Hebr 7,3). Und er ist unser gesalbter Priester in Herrlichkeit. Da gibt es einen Mittler für uns zu der rechten Hand Gottes, der tritt für uns ein: Jesus, er hört unsere Gebete und gibt uns Kraft für den Tag, er liebt uns auf unserem Pilgerweg, gesalbt als Hohepriester für immer.
Und, er wurde als Prediger und Diener des Segens unserer Herzen gesalbt. Als er nach Nazareth kam, in die Synagoge, als er aufgerufen wurde, reichte man ihm den Propheten Jesaja. Und er öffnete das Buch an der Stelle, wo das geschrieben steht, was wir heute bereits gelesen haben, dieselbe Passage, die Jesus an dem Tag las!
Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, zu verkündigen das Evangelium den Armen; er hat mich gesandt, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und den Zerschlagenen, dass sie frei und ledig sein sollen, 19 zu verkündigen das Gnadenjahr des Herrn.
Lukas 4,18-19

Und noch einmal, als Simon Petrus die Gnade des gesegneten Jesus in Cäsarea im Haus des Heiden, Kornelius, bezeugte, sagte er: „Wie Gott Jesus von Nazareth gesalbt hat mit heiligem Geist und Kraft; der ist umhergezogen und hat Gutes getan und alle gesund gemacht, die in der Gewalt des Teufels waren, denn Gott war mit ihm“ (Apg 10,38). Die Salbung Jesu in seinem Dienst an den Armen, den Kranken, den Verlorenen.
Auch hier ist die Ausgießung des Geistes Gottes heute kontinuierlich: es gibt eine unfehlbare und unerschöpfliche Versorgung auch heute. „Ich werde ihn zu euch senden“, sagte unser Herr vom Heiligen Geist, “dass er bei euch sei in Ewigkeit“ (Joh 14,16). Und die Salbung, nicht nur die Erfüllung, sondern auch die Salbung ist heute kontinuierlich vorhanden. Gott salbt bestimmte Menschen zu bestimmten Diensten. Er weiht sie und befähigt sie für dieses Werk.
Wissen Sie noch, was Simon Petrus tat, als er seine Pfingstpredigt im zweiten Kapitel der Apostelgeschichte predigte? Er zitierte das zweite Kapitel von Joel, von der großen Ausgießung des Heiligen Geistes. Und dort heißt es: „Und auf meine Knechte und auf meine Mägde werde ich meinen Geist ausgießen“ (Joel 2,29). Das ist das Reich und die Zeit in der wir leben.

Darf ich nur noch auf eine letzte Sache hinweisen? Es gibt eine Auswirkung. Es gibt eine wunderbare Auswirkung jener Salbung auf uns. Hebräer 1,9: „Darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl wie keinen deinesgleichen.“
Wenn Sie Freude, wahre Freude haben möchten, geben Sie sich hin für die Arbeit des Herrn. Es gibt keinen dunklen Katzenjammer, wie anstrengend und anspruchsvoll oder aufopferungsvoll der Dienst auch sein mag. Selbst für diejenigen, die Gott dienten und zu den Löwen geworfen oder auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden: es ist Freude, die Freude der Salbung Gottes. Es gibt ein himmlisches Glück im Dienst für Gott, unvergleichbar mit jedem anderen Glück, das menschlichen Herzen bekannt ist. Das ist Gott in uns und bei uns: der Heilige Geist erfüllt uns mit seiner Gnade.

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