Der Fall Luzifers

Der Fall Luzifers
Dr. W. A. ​​Criswell
Lukas 10,18
16.10.1983

Wir beginnen mit einem zusammenfassenden Überblick über das Leben Luzifers.
Zu Beginn der unbekannten Unendlichkeit, der Zeit, bevor die Zeit erschaffen wurde, bevor die Welt und das Universum erschaffen wurden, soweit wir es wissen, war der erste offenbarte Schöpfungsakt Gottes die Erschaffung der himmlischen Heerscharen. Wenn wir in der Bibel den Ausdruck „der Herr der Heerscharen“ lesen, bezieht es sich auf das Heer des Himmels: Herr Zebaoth, der „Herr der Heerscharen“, der himmlischen Heerscharen der Engel. Der erste offenbarte Schöpfungsakt Gottes war die Erschaffung der himmlischen Heerscharen der Engel; sie sind unzählbar, vielfältig, unermesslich. Im Buch der Offenbarung werden sie im Griechischen als „Myriaden, auf Myriaden, auf Myriaden“ bezeichnet, zehntausendmal mal Zehntausende heißt es in den Übersetzungen (Offb 5,11). Eine riesige, unzählige Menge sind die Engelscharen des Himmels (Hebr 12,22). Sie sind vor dem Universum erschaffen worden, bevor Materie und Zeit geschaffen wurden. Im 38. Kapitel des Buches Hiob wird uns gesagt, dass die himmlischen Heerscharen die wunderbare Erschaffung unseres Universums mit Freude, Verwunderung, Erstaunen und Jubel beobachteten.
In jenem Akt der Erschaffung der Heerscharen des Himmels erschuf Gott auch die vollkommenste und schönste, die herrlichste aller Engel-Kreaturen, die er erschaffen hatte. Gott erschuf Luzifer und er machte ihn zum Sohn des Morgens, zum Morgenstern (Jes 14,12). Luzifer, der Lichtträger, wurde der Anführer der Engel des Himmels und der Wächter des Thrones Gottes selbst (Hi 38,7). Er machte ihn erhabener als alle anderen Kreaturen, die Gott im Himmel und auf der Erde schuf. Im 28. Kapitel des Buches Hesekiel wird er beschrieben:

Du warst das Abbild der Vollkommenheit, voller Weisheit und über die Maßen schön. ….14 Du warst ein glänzender, schirmender Cherub, und auf den heiligen Berg hatte ich dich gesetzt; ein Gott warst du und wandeltest inmitten der feurigen Steine.
Hesekiel 28,12.14

Er muss brillant und sehr schön geschaffen worden sein. Diamanten und Rubinen, Smaragden und Juwelen schmückten seine Erscheinung. „Du warst ohne Tadel in deinem Tun von dem Tage an, als du geschaffen wurdest“ (Hes 28,15). Dieser Luzifer war so verlockend und so schön, dass er es schaffte, ein Drittel der ganzen Vielzahl des Engelheeres aus der Hand Gottes zu reißen (Offb 12,4; 2 Petr 2,4). Von seinem Fall lesen wir in diesen beiden Kapiteln: zuerst im 28. Kapitel von Hesekiel.

Du warst ohne Tadel in deinem Tun von dem Tage an, als du geschaffen wurdest, bis an dir Missetat gefunden wurde. ….17 Weil sich dein Herz erhob, dass du so schön warst, und du deine Weisheit verdorben hast in all deinem Glanz.
Hesekiel 28,15.17

 Und das 14. Kapitel des Buches Jesaja beschreibt jenen Fall ab Vers 12: „Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern! Wie wurdest du zu Boden geschlagen, der du alle Völker niederschlugst! 13Du aber gedachtest in deinem Herzen: (Und hier kommen die fünf „Ich wills“):
Ich will in den Himmel steigen.
Ich will meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen.
Ich will mich setzen auf den Berg der Versammlung im fernsten Norden.
Ich will auffahren über die hohen Wolken.
Ich will gleich sein dem Allerhöchsten.“
Jesaja 14,13-14

„Doch in den Scheol wirst du hinabgestürzt, in die tiefste Grube“ (Jes 14,15). Die Schönheit und die Herrlichkeit und die Pracht und der Glanz Luzifers brachten Stolz in sein Herz und er fing an, Gott selbst zu beneiden. Und ich wiederhole, Luzifer, der verunreinigte Anführer, war so verlockend, verführerisch und schön in seinem Wesen, dass er in der Lage war, ein Drittel der Engel der Herrlichkeit, nach Offenbarung 12, mit sich zu nehmen, mit sich zu ziehen (Offb 12,4).

Luzifer und das ganze Heer der Engel wurden geschaffen wie wir – mit einer Entscheidungsmöglichkeit, mit der Möglichkeit zu wählen, zu wollen, einen Willen zu haben. Gott hat sie nie als Roboter erschaffen. Er hat uns nicht als Roboter erschaffen. Noch hat Gott sie als unpersönliche Wesen gemacht. Ein Berg kann nicht zu Gott zurücksprechen. Ein Meer oder ein Stern oder ein Planet können Gottes Gedanken nicht nachdenken. Gott schuf die himmlischen Heerscharen mit Persönlichkeit und mit einer Wahlmöglichkeit. Und dieser Luzifer war in der Lage, ein Drittel all der zahllosen Engelscharen von der Verehrung und Anbetung Gottes wegzubringen. Sie folgten ihm, sie wählten ihn. Und er wurde uns dadurch als Satan bekannt, wurde Gegner. Er wurde uns als Diabolos, Teufel, der Ankläger, der Verleumder bekannt. Nun in diesem Fall ereignete sich auch die Tragödie, das Trauma, was wir in unserem geschaffenen Universum sehen können.

Sie betrachteten das perfekte Werk Gottes. Alles, was Gott schafft, ist ohne Unvollkommenheit. Es war alles schön und perfekt, und die himmlischen Heerscharen sahen die Schöpfung Gottes, die Erde, unser Sonnensystem, das ganze Universum mit den Sternengalaxien weit über uns. Das Heer der Engel schaute auf diese Schöpfung mit jubelnder Freude und mit Staunen. Aber als Satan fiel und Sünde in die Welt Gottes hineinbrachte, fiel die Welt ebenfalls. Im ersten Vers des ersten Kapitels der Genesis schuf Gott die Himmel und die Erde. Sie waren perfekt und schön, und die Engel sahen es mit Freude und Staunen. Im zweiten Vers des ersten Kapitels der Genesis heißt es: „Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe.“ Das war das Ergebnis des Eintritts der Sünde in das Universum. Das war das Ergebnis des Sündenfalls Satans. Und dort, wo die Sünde eintritt, an jedem Ort, überall in der Schöpfung, bringt sie Chaos und Dunkelheit und Leere mit sich. So fiel das Universum mit in dem Sündenfall Satans.
Zweitens: eine Übersicht über das Leben Satans in der Welt. Als Gott auf seine gefallene Schöpfung sah – die Sterne, die ausgebrannt sind, all den Mangel und den Tod und die Finsternis und die Sterilität der gesamten Schöpfung Gottes – als der Herr die Verwüstung und die Leere sah, wählte er einen Planeten namens „Erde“ aus – zur Regeneration, zur Verjüngung, zur Neuschöpfung, zur Rekonstruktion. Und Gott tat das in sechs Tagen: Er schuf diese gefallene Erde neu und er machte sie schön und perfekt (1 Mos 1,3-31). Und er nannte sie „der Garten Eden“. Und in diesen Garten setzte er den Menschen, den er erschuf. Und als der Mensch feststellte, dass er allein war, machte ihm Gott eine Gehilfin und brachte sie zu ihm (1Mos 2,18.21-22). Und ihnen wurde die Herrschaft über die Erde gegeben – sie gehörte ihm, Adam. Und Gott sprach zu Adam: „Herrsche über sie.“ Und als er ihm Eva brachte, sagte er: „Mehret euch und füllt die Erde“ (1 Mos 1,26-28). „Sie gehört euch. Die Eigentumsurkunde ist auf euren Namen ausgestellt. Die Erde gehört euch.“
Außerhalb des Gartens Eden lag die finstere, böse, subtile Schlange, Satan (1 Mos 3,1). Und er saß da, er ging dort umher, er lag da in Rachsucht. Das war seine Schöpfung; die ganze Schöpfung war in seine Hand gegeben. Und als er hörte, wie Gott zu Adam sagte: „Diese Erde ist dein, die Eigentumsurkunde ist auf deinen Namen ausgestellt“, sieht Satan in seiner bitteren und rachsüchtigen Eifersucht etwas – Adam liebt Eva. Und der Satan sagt in seinem Herzen: „Wenn ich die Frau bekomme, werde ich den Mann auch bekommen“, was wahr ist, ewig wahr ist. Die Bibel sagt deutlich, dass Satan Eva verführte (1Tim 2,14). Er hat nicht den Adam verführt. Adam entschied sich, lieber mit Eva zu sterben, als ohne sie zu leben. „Ich kann die Frau bekommen; Ich werde den Mann auch kriegen“, und er tat es.

Er kam zu der Frau in der Gestalt des schönsten aller Tiere der Schöpfung, der Schlange – die wir als schleimig, sich auf den Bauch bewegend kennen. Sie ist verflucht. Aber am Anfang war sie schön und fein und konnte sprechen. Und sie sagte zu der Frau: „Eva, du wirst wie Gott selbst sein, wenn du von diesem verbotenen Baum gegessen hast“ (1 Mos 3,5). Klingt das nicht vertraut? Ist das nicht das, was Satan in seinem eigenen Herzen hatte? „Ich will sein wie Gott“ (Jes 14,14). Und Eva hörte auf die edle, feine Stimme der Schlange, und sie fiel, und Adam fiel, und dadurch wurde die Eigentumsurkunde der Autorität und den Händen von Adam entrissen und wurde von Satan selbst ergriffen. Er hat nun die Eigentumsurkunde dieser Erde; sie gehört ihm. Er nahm sie im Sündenfall und bei der Täuschung von Eva und Adam.
Woher wissen Sie all diese Dinge, Pastor? Ganz einfach: bei der Versuchung Jesu im 4. Kapitel des Lukas-Evangeliums sagt Satan dem Herrn Jesus: „Alle diese Macht will ich dir geben und ihre Herrlichkeit; denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, wem ich will. Wenn du mich nun anbetest, so soll sie ganz dein sein“ (Lk 4,5-7). Sie wurde Satan gegeben. In Johannes 12 und in Johannes 14 und in Johannes 16 sagt unser Herr: „Satan ist der Fürst dieser Welt.“ Und im 2. Korintherbrief, Kapitel 4, Vers 4 nennt Paulus ihn „den Gott dieser Welt“. Die Eigentumsurkunde der Erde wurde aus der Hand von Adam Satan übergeben, als Adam im Garten Eden fiel.

Und danach ist die Geschichte von Satan die Geschichte der Bibel. Er hörte zu, als Gott der Herr sagte: „Der Samen der Frau soll dir den Kopf zermalmen; der Samen der Frau“ (1 Mos 3,15). Und all die Jahrtausende hindurch hat der Satan versucht, den Samen der Frau zu zerstören. Er tat es, so dachte er triumphierend, in Kain, als Kain Abel erschlug (1 Mos 4,8). Dann dachte er, dass er es in der vorsintflutlichen Zivilisation geschafft hatte, als die ganze Welt in Sünde gefallen war und die Sintflut kommen musste. Aber Noah fand Gnade in den Augen des Herrn (1 Mos 6,8). Und er dachte, dass er es in den Tagen des Götzendienstes geschafft hatte, als die ganze Welt vom Götzendienst erfüllt war, aber Gott sprach zu Abraham: „In dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde“ (1 Mos 12,3). Er dachte, dass er es in der Unfruchtbarkeit von Sarah geschafft hatte, aber Gott gab ihr ein Kind, einen Sohn, als sie 90 Jahre alt war (1 Mos 17,17.21; 2-12). Er dachte, dass er den Samen der Frau zerstört hatte, als Atalja, die Tochter von Ahab und Isebel, alle Nachkommen Davids getötet hatte, aber der Hohepriester Jojada stahl den kleinen Joasch, das Baby, und hielt ihn im Tempel sieben Jahre lang versteckt (2 Kön 11,1-4). Er dachte, dass er es in der assyrischen Gefangenschaft und der babylonischen Gefangenschaft geschafft hatte. Er dachte, dass er es in Bethlehem geschafft hatte, als alle männlichen Babys getötet wurden (Mt 2,16). Aber Gott bewahrte den Samen der Frau und sie flohen nach Ägypten (Mt 2,13-14). Er dachte, dass er es in der Versuchung schaffen würde, aber der Mann Gottes war in der Lage, den Verführungen und dem Werben und den Verlockungen des Satans selbst zu widerstehen (Mt 4,1-13). Und er dachte, dass er es geschafft hatte, als die Menschen in Nazareth Jesus ergriffen, um ihn kopfüber vom Abhang hinunter zu stürzen (Lk 4,29). Und er dachte, dass er es geschafft hatte, als die Pharisäer Steine ​​aufhoben, um Jesus zu Tode zu steinigen (Joh 8,59). Und schließlich tat er es an einem Ort namens Golgatha; sie nagelten den Samen der Frau an das Kreuz und Satan sah ihn sterben (Mt 27,32-50). Mit welchem Glücksgefühl und mit was für einem unbeschreiblichen Triumph frohlocke Satan über den Tod des Sohnes Gottes: „Israel hat seinen eigenen Sohn getötet!“
Aber es gab da ein Geheimnis, das im Herzen des Allmächtigen versteckt war. In dem Tod Christi, in seinem Blut und Leiden und der Auferstehung des glorreichen, siegreichen Menschensohnes verhüllte Gott einen Zweck und Plan, ein überwältigendes Geheimnis Gottes: nämlich dieses Zeitalter der Gnade. Die Propheten haben es nie gesehen, das Alte Testament schrieb nie davon, Satan hatte nie davon geträumt, dass aus dem Blut und den Leiden und dem Kreuz und Tod und den Tränen und dem Pathos unseres Herrn das Evangelium der Gnade des Sohnes Gottes hervorgehen sollte, welches unsere Sünden wegwäscht und uns zu Mitgliedern der erlösten Familie des Herrn macht – das Zeitalter der Gnade. Und darin und danach – die Geschichte seiner Verfolgung des Volkes Gottes. „Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin zu kämpfen gegen die übrigen von ihrem Samen, die da Gottes Gebote halten und haben das Zeugnis Jesu“ (Offb 12,17).

Nun kommt die dritte Phase, die Endzeit, das endgültige Urteil: im 12. Kapitel der Offenbarung wird Luzifer vom Himmel herab geworfen und kommt auf die Erde (Vers 9), in der Zeit der großen Bedrängnis, und es endet in der Schlacht von Harmagedon (Offb 16,15). Und am Ende der Schlacht von Harmagedon kommt der große, mächtige Engel und schließt den Satan ein in den Abgrund und setzt ein Siegel darüber (Offb 20,1-3). Nach eintausend Jahren wird er für eine kurze Zeit losgelassen, und führt dann den letzten Aufstand gegen Gott, den Allmächtigen, an. Diesmal wird er für immer und ewig in den Feuersee geworfen (Offb 7-10). Das ist die Zusammenfassung: ein Überblick über das Lebens Satans.

Wir greifen jetzt zwei Dinge über ihn heraus. Nummer eins: Er wird im 2. Korintherbrief 11,14 als „Engel des Lichts“ beschrieben. Als Gott ihn schuf, gab er ihm den Namen „Lichtträger“, der „Sohn des Morgens“, „Luzifer“ (Jes 14,12). Eine der erstaunlichsten aller Entwicklungen im Christentum und in der Geschichte der Menschheit ist, dass er in der Welt als Karikatur dargestellt wird, als eine törichte, groteske, lächerliche Person. Er hat Hörner, er hat einen gegabelten Schwanz, er hat eine Mistgabel, er hat einen roten Anzug und er schürt die Kohlen in dem Höllenfeuer der Verdammnis. Es gibt noch niemanden in der Hölle! Der erste ist das Tier, der Antichrist, der in die ewige Hölle, den Feuersee, geworfen wird. Der zweite ist der falsche Prophet und der dritte ist der Satan. An vierter Stelle kommen diejenigen, die ihm folgen (Offb 19,20; 20,10; 14-15).
Über Satan, als in der Hölle herrschend und das Feuer der Verdammnis schürend, zu denken, ist sowohl der Offenbarung Gottes als auch der Wahrheit der menschlichen Erfahrung fremd. In keiner Weise ist Satan eine lächerliche, groteske Figur. Er ist eine geniale Schöpfung des allmächtigen Gottes. Er ist Luzifer, „der Sohn der Morgenröte“. Und Paulus beschreibt ihn, wie bereits gesagt, als „Engel des Lichts“.

Er leitet die Bildungssysteme der Welt; er erfreut sich an diesem gelehrten Professor, wie er Vorträge hält über die Fähigkeit des Menschen, sich zu selbst retten: Selbsterlösung. Er hat die Antworten auf alle Probleme. Er erfreut sich an akademischen Vorlesungen: man lasse nur Gott aus dem Ganzen raus. Sie nennen es „Humanismus“. Und die Religion? Er liebt die Religion! Er ist der religiöseste der gesamten Schöpfung Gottes. Er will wie Gott sein, und das ist Religion. Aber dieser brillante Luzifer, dieser Engel des Lichts, hat keine Fähigkeit etwas zu erschaffen. Daher fälscht er und fälscht. Er fälscht die Gemeinde des lebendigen Gottes und unseres Retters und Herrn Jesus Christus. Paulus beschreibt in seinen Briefen an Timotheus die falsche Kirche als eine, die „eine Form der Gottseligkeit hat, aber deren Kraft verleugnet“ (2 Tim 3,5) mit „Lehren von Dämonen“ (1 Tim 4,1) und mit falschen Aposteln. Und im 2. Kapitel der Offenbarung (Vers 9) wird sie die „Synagoge Satans“ genannt, die die Tiefen Satans kennt, im Wettstreit mit den Tiefen Gottes ist. Satan liebt das. Er liebt eine Religion ohne einen Erlöser, er liebt eine Litanei ohne Leben, er liebt eine Predigt ohne die selige Hoffnung und er liebt den Prediger ohne Leidenschaft für die Verlorenen.

Und nur noch eine andere Wahrheit über ihn: die Wut seines Sturzes. Seine Wut kennt kein Ende. Und deshalb steht es im Buch geschrieben: „Und es entbrannte ein Kampf im Himmel: Michael (Sein Name bedeutet: „Wer ist wie Gott?“) und seine Engel kämpften gegen den Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel, 8 und sie siegten nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr gefunden im Himmel. 9 Und es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt, und er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahin geworfen.“
Offenbarung 12,7-9

Ich glaube nicht, dass es einen Zweizeiler in menschlicher Sprache gibt, der so anschaulich ist, wie dieser Vers aus Miltons „Paradise Lost“: „Ihn hat der Allmächtige kopfüber geschleudert, brennend aus dem ätherischen Himmel.“ Gott stieß ihn hinaus. Bisher hat er Zugang zu uns auf der Erde und zu dem Heer des Himmels. Im Buch Hiob, Kapitel 1 und 2 beschuldigt er dort die Heiligen. Sein Name bedeutet „Ankläger, Verleumder“.

Er ist also aus dem Himmel geworfen. Dann folgt der Ruf: „Darum freut euch, ihr Himmel und die darin wohnen! Weh aber der Erde und dem Meer! Denn der Teufel kommt zu euch hinab und hat einen großen Zorn und weiß, dass er wenig Zeit hat“ (Offb 12,12). Der Teufel kommt auf die Erde. „Herr, Herr, wie sollen wir dann gerettet werden?“ Die Antwort ist in der Offenbarung: Gott versiegelt die Seinen. Im 7. Kapitel des Buches, im 4. Vers heißt es: Gott versiegelt die Seinen. Und im ersten Kapitel des Briefes an die Epheser sagt Paulus, der Heilige Geist versiegelt uns am Tag der Erlösung als sein Eigentum (Eph 1,13-14).
Und der Teufel kann uns nicht zerstören, und der Teufel kann uns nicht verführen, und der Teufel kann uns nicht überwinden: Wir gehören Gott! „Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses; und haben ihr Leben nicht geliebt bis hin zum Tod“ (Offb 12,11). Gelobt sei Gott!

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